Leute - benutzt Linux

Wer sich einige Zeit mit Computern beschäftigt weiß, daß es in der Computerwelt nicht nur die Firma Micro$soft gibt, sondern auch noch einige andere Firmen bzw. einige wirklich engagierten Programmierer, die sog. Free- oder Shareware rausbringen.

Dieses Free- oder Sharewareangebot bezieht sich nicht nur auf einzelne Programme sondern auch auf ganze Betriebssysteme. Eine sog. freies Betriebssystem ist Linux, welches 1991 in einer Studienarbeit von Linus Thorwald entwickelt wurde.

Linux ist ein Unix-derivat, welches ähnlich anderen (kommerziellen) Betriebssystemen wie IBM-AIX, HP-UX, Solaris funktioniert. Die drei zuletzt genannten Varanten sind kommerzielle Unix-Derivate, welche meist mit etwas professionelleren Computern, sog. Workstations oder auch Servern ausgeliefert werden. Neben Linux und den kommerziellen Derivaten gibt es auch noch Free-BSD, welches sehr stabil läuft und ein festes Entwicklerteam hat. Für Leute, die ernsthaft einen sicheren Internet Server betreiben wollen ist dies wahrscheinlich das Betriebssystem Ihrer Wahl...

Linux ist aber insgesamt umfangreicher und es gibt einfach mehr Leute die dran arbeiten.

Linux ist ein Kind des Internet - Tausende von Entwicklern schreiben direkt am Betriebssystem Linux, weitere schreiben Programme für Linux.

Viele dieser Programme und auch das Betriebssystem selbst werden nach der GNU-Public License veröffentlicht - Mit der Veröffentlichung wird das Programm zu öffentlichem Eigentum und kann beliebig unkommerziell genutzt werden.

Die Gründe warum der halbe Erdball nun Windoze 95 oder andere kommerzielle Betriebsysteme benutzt sind vielfältig.

Auch ich habe lange Zeit noch Win95 installiert gehabt. Meine Gründe waren, daß ich keine "gescheite" Textverarbeitung gefunden habe, daß "mein" Bildbearbeitungsprogramm nicht unter UNIX läuft etc. Wichtig war auch, daß ich mich in X-Windows (die grafische Benutzeroberfläche unter Unix) nicht so zurechtgefunden habe, da gab's kein Drag and Drop etc. Auch war Linux eher schwer zu installieren. Mittlerweile geht das alles schon fast mit "Plug and Play" (Siehe Distributionen ).

Aber mittlerweile gibt es ne ganze Menge Weiterentwicklungen:

Ein Schritt Richtung Benutzerfreundlichkeit waren die Entwicklung von KDE bzw. der absolut unkommerziellen Variante eines Desktops - Gnome.


KDE - Das sog. K-Desktop Environment ist ein auf Libaries der Firma troll in Norwegen besierende Desktop Oberfläche. Diese sog. QT-Libaries sind Programme, die den Entwicklern das Leben ähnlich einfach machen sollen, als wenn sie ein Programm für Windoze 95 schreiben; du hast einfach verschiedene Buttons, die du auf dein Programm ziehst - und im Hintergrund verdrahtest Du diese mit geschriebenem Programmcode. So sehen die Prgramme immer ähnlich aus und du hast die Möglichkeit bestimmte Routinen einfach so zu benutzen, ohne, daß Du sie selber schreiben mußt - geschweige Dir Gedanken darübermachen mußt wie diese funktionieren.

Gnome - ist im Prinzip sehr ähnlich nur benutzt es keine halbkommerziellen Libaries, sondern welche, die der GNU-Public License unterliegen und eigentlich für ein Bildbearbeitungsprogramm (The Gimp) geschrieben wurden. Leider befindet sich Gnome noch in tiefer Anfangsphase, so daß der Einsatz "im täglichen Leben" nicht wirklich effektiv ist. Es ist (zur Zeit) eher was für Entwickler.

vi - VI ist der Texteditor unter Linux, ich schreibe häufig meine HTML-Seiten mit VI, weil es nett ist und wenn man sich dran gewöhnt hat auch ganz gut geht, vorallem ist VI extrem fix und naja - auch nen bisschen kult. VI läuft komplett unter der Kommandozeile und wird mit den Buchstaben bedient. Mehr Infos zu den einzelnen VI-Kommandos finden sich auf der VI-Lovers Homepage . Mensch beachte auch den Song " Addicted to vi "
Meine liebste VI Version ist
VIM (das soll VI Improved sein) - besonders kewl ist, daß mensch ab Version 5.0 ein schickes Color-Coding hat welches Programmieren und HTML-Hacken einfacher macht, (da sieht mensch gleich was"n Kommentar sein soll oder was jetzt grade wichtig ist).

nedit - Naja, glücklicherweise gibt es nicht nur VI, sondern auch andere Editoren. Die Obercracks schwören auf Emacs oder XEmacs, mit dem mensch eigentlich alles machen kann (auch im Netz ßurfen" und Emails schicken). Unter Windoze benutze ich immer noch gerne Textpad , welches eine ganze Menge schicke Sachen bietet. Die Alternaive für Unix ist Nedit , welches zudem noch ein Colorcoding bietet. So schreibe ich auch viele HTML-Seiten mit vi oder mit nedit. Ein ebenfalls guter HTML-Editor fü< Linux ist sicherlich ASWedit

Staroffice - Wer unter Windoze immer noch Word benutzt (obwohl die neuesten beiden Versionen IMHO unter aller Sau sind) wird sich bei StarOffice gleich wohlfühlen. Dieses (auch sehr langsame) Programm bietet die klassischen Features einer Textverarbeitung: Rechtschreibhilfe, einfache Tabellen etc. etc. Staroffice kostet nix, wenn es nicht kommerziell Benutzt wird und läuft ganz ok.

LaTeX - Die klassische, wie einfach geniale Textverarbeitung für Unix (und natürlich auch für Windoze) ist LaTeX, welches von Knuth 1975 entwickelt wurde. Besonders im Naturwissenschaftlichenbereich findet LaTeX grosse Anwendung. Die Dateien werden mit einem beliebigen Texteditor geschrieben und ähneln HTML-Seiten (weswegen sie sich auch gut ineiander umwandeln lassen). Beim Verein der deutschen LaTeX Benutzer (Dante) findest Du ne ganze Menge infos. Besonders wichtig ist auch die Möglichkeit der Recherche über die Newsgruppen: de.comp.text.tex beantwortet fast jede Frage.

XFig - Wenn mensch Grafiken in LaTeX einbinden will, dann geht mensch am besten den Weg über EPS (Encapsulated PostScript-) Bilder. Allerdings kann auch LaTeX eigene Grafikbefhele ausführen. Diese Erzeugt mensch am besten mit XFig

The Gimp - Das pixelorientierte Bildverarbeitungsprogramm unter Unix ist GIMP (the GNU Image Maipulating Programm). Gimp ist sehr innovativ und bietet zudem eine eigene Macrosprache (Skript FU), mit welcher mensch einfache Routinen automatisieren kann. Sehr schickes Programm. Es kommt Photoshop von Adobe sehr nahe, lediglich mit A4 grossen Bildern mit 600 dpi hatte ich bislang Probleme.

KIllustrator - Natürlich gibt es nicht nur pixeloientierte Bildbearbeitungssoftware. Wer unter Windoze Corel Draw gewöhnt ist und es intuitiv bedienen kann wird es nicht mehr missen wollen. Sicherlich sind im PC Sektor andere Programme besser ( Illustrator oder Freehand). Aber KIllustrator versucht sich in diese Richtung weiterzuentwickeln. Leider steht's noch ganz am Anfang und bedient sich noch nicht wirklich schick.

Midnight Commander - Der Midnight Commander ist unter Linux das Werkzeug Dateien zu kopieren, umzubenennen, etc. Alles was mensch vom Norton Commander kennt ist hier realisiert. Und vorallem auch noch mehr: Viele Netzwerk funktionen wie NFS oder FTP lassen sich hier einfach bedienen. Leider kommt der Midnight commander nicht ganz an meinen Favoriten ran - den Wincommander von Christian Ghisler.

File Runner - Naja, auf der Suche nach einer Alternative für den Midnight Commander fand ich dann den FileRunner. Der ist auch ganz schick, nur leider auch nicht perfekt. Wer immer nur die Standard Windoze Scheiße benutzt sollte vielleicht mal den Explorer benutzen. ein in QT geschriebener Dateimanager.

Hylafax - Natürlich kann Linux noch mehr als Dateien verschieben, kopieren oder als Schreibcompi dienen. Als Fax Schnittstelle nach draussen lässt sich Hylafax benutzen. Auch unser Mail2Fax Gateway benutzt Hylafax um die Faxe zu verschicken.

XFmail - Als im Internet entwickeltes Betriebssystem gibt es natürlich ohne Ende Internetprogramme für Linux. Als erstes ist da sicherlich ein Mailprogramm zu nennen. ELM oder Pine sind die Programme, welche unter der Kommandozeile benutzt werden können. ähnlich zu Eudora ist das Programm XFMail. XFMail arbeitet mit Filtern und hat in der neusten Version eine PGP 5.0 Integration.

Lynx - Natürlich kann man unter Linux auch ßurfen". Das Programm ist IMHO Lynx, welches natürlich auch für Windoze verfügbar ist. Es läuft komplett auf der Textkonsole, zeigt keine Bilder an, ist deswegen sehr fix und zeigt auch den ganzen Werbedreck nicht an. Auch Netscape und (bald) Opera bieten Browser für Linux an.

Sniffit / tcpdump - Natürlich kann man unter Linux nicht nur die "klassischen" Wege gehen. Dadurch, daß man ständig mit dem Programmieren konfrontiert ist, kann man auch mal leicht in die "tiefen" des Betriebssystemes blicken. Auch die Netzressourcen lassen sich leicht einsehen. Schicke Programme hierfür sind tcpdump und das Programm Sniffit . TCPDump zeigt sämtliche Netzbewegungen an, alles was passiert wird auf die Konsole wiedergegeben - Das ist unterumständen natürlich ne ganze Menge.. (Syntax: tcpdump -i eth0).

Sniffit ist da etwas "benutzerfreundlicher" - Es werden alle Verbindungen im lokalen Netz abgehört und man kann sich je nach bedarf auf die eine oder die andere Aufschalten.

Ne ganze Menge was Hacken und sowas Angeht findet sich im Netz hier:


Es gibt auch ne ganze Menge Seiten im Netz, die über Linux Software informieren. Die verschiedenen Linux Distributionen :

Linux wird in sog. Distributionen vertrieben.

Auf die Distributionen Slakware und RedHat werde ich hier nicht weiter eingehen, alles was ich habe ist Halbwissen was diese Distributionen angeht.

Suse - Die Suse Distribution ist wahrscheinlich die beliebteste (zumindest im deutschsprachigem Raum). Zumindestens in meinem Umfeld. Das liegt sicherlich daran, daß Suse Linux extrem einfach zu installieren ist. Ein Bekannter meinte neulich es sei einfacher zu installieren als Windoze 95. Leider kostet die Distribution von Suse DM 100,- Dafür darf mensch sie aber auch beliebig oft installieren.

Debian wird von der Fachbuchhandlung J.F. Lehmanns vertrieben und ist näher an die "klassischen" UNIX derivate angelehnt. Das Loggin (das Protokollieren was der Nutzer gerade tut) ist besser und umfangreicher. Die Verzeichnißstruktur ist klassischer. Ausserdem kostet die ganze Distribution nur nen Zehner.

toxic@squat.net


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